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Meine erste Erfahrung
mit Butoh Tanz machte ich während meiner Pantomime-Ausbildung.
In einer Übung spielten meine Mitschüler/innen und ich betrunkene
Wölfe: Wir begannen, mit unsichtbaren Gegnern zu ringen und
hielten ab und zu inne, um die Kehle in einer Geste der Unterwerfung
offen zu legen. Ausgehend von dieser Szene sollte jeder von
uns ein Solo tanzen. Schließlich war ich an der Reihe.
Der
Kampf mit der Schlange
Ich bin ein betrunkener
Wolf, entspannt in meiner Trunkenheit. Ich begegne einem unsichtbaren
Feind und kämpfe bitterlich gegen ihn an. Plötzlich wird mir
bewußt, daß ich gar nicht zuschlage, sondern in die Luft greife,
als würde ich versuchen, sie zu entwirren. Ich beobachte meinen
Körper, wie er wieder und wieder versucht, das Unsichtbare,
Ungreifbare um ihn herum zu entwirren. Ein verzweifelter Kampf
mit der körperlosen Welt beginnt, ein Versuch, sie zu durchdringen,
um das Unfaßbare zu greifen. Mein Körper schwebt in Todesgefahr,
er ringt mit einer armdicken, pulsierenden Schlange ohne Anfang
und ohne Ende. Diese Schlange scheint in sich verschlungen,
verknotet, sie nimmt mir die Luft, stiehlt mir den Puls. Ich
weiß: Ich muß diese Schlange entwirren, sonst sterbe ich!
Mit einem Mal werde ich gewahr, daß die Schlange an der Mitte
meines Bauches festgewachsen ist. In ihr drängt pulsierend
das Leben in meinen Bauch, sie kommt aus einem formlosen Nichts,
das mich umgibt. Der mich nährende Strom droht zu versiegen.
Angst, Panik - purer Überlebenskampf! Endlich gelingt es mir,
den Knoten zu lösen. Das Leben fließt in neuen Strömen in
mich ein, der Staudamm ist gebrochen. Erschöpft und erleichtert
sinke ich ins Nichts.
Ein donnerndes Gewitter
rüttelt an meinen Sinnen. Langsam, schemenhaft taucht aus
dem Nichts eine schwarze Wand auf, dicht an meinen Körper
gedrängt. Sie nimmt eine klare, glatte Form an, und plötzlich
bin ich wieder auf dem schwarzen Tanzteppich im Ballettsaal
der Pantomime-Schule. Das Gewitter ist der Applaus meiner
Mitschüler. Ich sehe den leuchtenden Glanz ihrer Augen, die
teilhatten am Schauspiel meiner innersten Gefühle - und doch
würde keiner meiner Zuschauer je sagen können, was er/sie
eigentlich gesehen hat. Es ist das Unaussprechliche, es entzieht
sich dem Verstand. Im "Butoh - Tanz der Seele" nimmt es Form
an. Jenseits von Tanz.
So kam ich also zum ersten
Mal mit dem in Kontakt, was jenseits von Tanz möglich ist,
und eine Flamme begann in mir zu brennen. Ich begann, Tanz
überhaupt, den Körper und das ganze Leben von einer völlig
neuen Warte aus zu betrachten.
Was ist Tanz? Was ist
Leben? Was teilt mein Körper mir mit, wenn ich ihm einfach
freien Lauf lasse? Ich begab mich immer wieder in diese Räume,
die für mich "jenseits von Tanz" waren. Man kann diesen Raum
nicht aktiv betreten - man gerät eher unabsichtlich hinein,
wenn man sich erlaubt, es geschehen zu lassen.
Meine neuen Erkenntnisse
fanden wenig Anklang bei meinen Lehrern und Mitschülern in
der Pantomime-Schule, und so begab ich mich auf die Suche
nach Menschen, die offen waren für diese andere Art von Tanz
"jenseits des Tanzes". Ich spürte, daß es da etwas geben mußte,
was meinem Sehnen nach Ausdruck entsprach. Ich suchte und
fand: den Butoh-Tanz.
Entwirrung
Nach dem Tanzerlebnis
in der Pantomime-Schule fing ich an, mich für meine Geschichte
zu interessieren.
Mein Vater hatte mich in meiner Kindheit oft fotografiert.
Ich betrachtete die unzähligen Fotos, auf welchen ich als
Kleinkind intensiv ein verzotteltes Wollknäuel oder eine Schnur
entknotete. Dann erinnerte ich mich daran, daß für mich immer
eine gewisse Faszination darin gelegen hatte, Schnüre und
Ketten zu entwirren. Erst, wenn alles entwirrt und frei vor
mir lag, war ich zufrieden. Heute bin ich mir sicher, daß
meine erste Erfahrung mit dem Butoh-Tanz einer körperlichen
Erinnerung aus meiner Zeit als Fötus im Mutterleib entstammt:
Die Nabelschnur, an der ich hing, war in sich verknotet. Als
kleiner blinder Embryo kämpfte ich mit der Nabelschnur, an
der ich hing, um mein Leben.
Viele Erfahrungen, die
ich im Tanz gemacht habe, helfen mir heute, mein Wesen zu
verstehen. Ich weiß nun, woher mein starker innerer Drang
kommt, Verstrickungen um mich herum lösen zu müssen. Erst
wenn alles offenliegt, bin ich zufrieden und lehne mich zurück.Als
ich der Bühne den Rücken kehrte und mich dem Unterrichten
von Butoh und der Tanztherapie zuwandte, erkannte ich wieder
diese innere Verbindung: Es ist die Gnade, miterleben zu dürfen,
wie meine Workshop- Teilnehmer sich beim Tanzen zusehends
entwirren und entwickeln. "Entwickeln" im Sinne von: herauswickeln,
auspacken, ein Stückchen weiter zum innersten Kern des Seins
vorzudringen auf der Reise nach innen.
Die
Ursprünge von Butoh
Der Butoh-Tanz wirkt oft
archaisch, fast rituell. Manch abendländischer Betrachter
kann sich dabei nicht des Eindrucks erwehren, es handle sich
um eine uralte Tradition, einen religiösen Tanz, der in der
Antike Asiens wurzelt. Doch dem ist nicht so. Butoh-Tanz ist
ein zeitgenössischer japanischer Ausdruckstanz, entstanden
in einer höchst zivilisierten Gesellschaft, einer Welt der
Technologie. Ins Leben gerufen wurde dieser Tanz von den Künstlern
Tatsumi Hijikata und Kazuo Ohno, im Umfeld der Anti-Coca-Cola-
Bewegung.
Butoh bricht mit allen
Normen des bisher bühnenfähigen Tanzes und wirft alle dagewesenen
Vorstellungen von Ästhetik über Bord. Butoh ist die Revolution
des Körpers. Die erste Butoh-Tanz Aufführung datiert sich
auf 1959 und löste einen Skandal aus: Die japanischen Kunstkritiker
wandten sich mit einem Aufschrei ab und Tatsumi Hijikata wurde
aus dem "Förderverein für modernen Tanz" ausgeschlossen.
Vor dem letzten Weltkrieg
war eine Welle des damals bahnbrechenden deutschen Ausdruckstanzes
nach Japan geschwappt. Während des Krieges standen die Räder
des Tanzes erst einmal still. In den siebziger Jahren inspirierten
umgekehrt östliche Impulse den europäischen Ausdruckstanz
und erweckten ihn zu neuem Leben. Die Einflüsse von Butoh
sind heute in vielen Theater- und Tanzrichtungen sichtbar
- Butoh hat sich in der europäischen Kunst- und Kulturszene
längst etabliert.
Tanz
der Finsternis
Tatsumi Hijikata schuf
den "Tanz der Finsternis" und kommentiert ihn mit den Worten:
"Heutzutage wird nur das Licht geschätzt. Aber wem verdankt
das Licht sein Dasein? Dem Rücken der Finsternis, denn er
trägt das Licht. Es gibt keinen Weg, die Natur des Lichtes
zu verstehen, wenn man nie die Dunkelheit durchdrungen hat."
Hijikata war der Ansicht,
Männer besäßen einen den irdischen und mütterlichen Kräften
entrückten, "poetischen" Körper, einen Körper "vom Geist berührt"
und damit auch Gefangener der logischen Welt. Frauen hingegen
hätten den "fleischlichen" Körper behalten, der in seiner
ursprünglichen Sprache bis heute unartikuliert blieb: "Frauen
sind mit der Fähigkeit geboren, den unlogischen Teil der Realität
zu erfahren. Sie sind deshalb in der Lage, diese instinktive,
irrationale Seite des Tanzes zu inkarnieren. Wenn wir uns
vorstellen, daß ein männlicher Körper sich energetisch um
ein Zentrum herum sammelt, dann öffnet sich ein weiblicher
nach außen in einem Akt des Verstreuens." Der Körper erinnert
sich ...
"Butoh ist keine lineare
Komposition, kein synthetisches Arrangement von körperlichen
Bewegungen, sondern eine Erkundungsreise in die abschreckenden
Tiefen des Körpers selbst." (Tatsumi Hijikata)
In dem Hijikata gewidmeten
Buch "Die Rebellion des Körpers" von Michael Haerdter und
Sumie Kawai wird über ihn gesagt: "Tatsumi Hijikata beschreibt
seinen Tanz als den Kampf mit den unsichtbaren Dingen im eigenen
Körper. Das sind die Worte eines Magiers oder Schamanen, und
sie bezeichnen nicht das Material eines Tänzers, sondern vielmehr
die Gegenstände einer Beschwörung. Butoh entsteht nicht als
der kreative Akt eines Künstlers, sondern als eine 'heilige
Schaustellung' oder 'mystische Verwirklichung', worin etwas
Unsichtbares, Unausgedrücktes wesenhafte, heilige Form annimmt."
Butoh bevormundet den
Betrachter nicht. Jede Lebensgeschichte ist anders - und doch
hat jeder Zuschauer seinen eigenen Kampf ums Leben schon gewonnen,
sonst würde er hier nicht sitzen. Das allein macht eine tiefe
Verbundenheit unter allen Menschen aus. Jeder Mensch hat den
Weg vom Einzeller zum Menschen, also die gesamte Evolution,
im Zeitraffer am eigenen Leib miterlebt, als er im Uterus
seiner Mutter schwamm. Wir können über diese Dinge nicht mit
unserem Verstand kommunizieren, da wir aus der Zeit vor unserer
Geburt keine Worte kennen. Aber unsere Körper erinnern sich
und geben dem Ausdruck: Im Tanz erzählen sie von diesen Erfahrungen.
Im Butoh-Tanz hat die
persönliche Erlebniswelt zentrale Bedeutung. Hijikata leitete
aus all seinen Beispielen für Tanz keine Theorie ab. Er destillierte
keine Regeln, sondern hielt seinen Tanz offen für die subjektive
Gestaltung nachfolgender Tänzer: "Ich habe gelernt, ein- und
auszuatmen und bin an einem bestimmten Ort groß geworden",
sagt Hijikata, "- unmöglich, dieses ganz persönliche Erlebnis
lehren oder lernen zu wollen."
...
und enthüllt die innere Wirklichkeit
"In alter Zeit war der
Tänzer Magier oder Medizinmann. Die Funktion des Tänzers hat
sich inzwischen vollkommen geändert: Der Tanz ist das Objekt
künstlerischer Beurteilung geworden. Die Leute kommen, kaufen
und konsumieren den Tanz im Rahmen eines Programmangebots.
Ein Tänzer wie ich, der sich nicht für begabt hält fürs Tanzen
und der nicht notwendigerweise von den Göttern des Butoh geliebt
wird, kann einfach wegen seiner Neigung für den Tanz dennoch
fortfahren zu tanzen. Für mich setzt der Tanz nicht eine Berufung
zum Tänzer voraus. Ich tanze. Die anderen auch. Ich möchte,
daß etwas von dem weiterlebt, was die Tänzer in den früheren
Epochen ausgezeichnet hat." (Min Tanaka, Butohtänzer)
In Tanzformen wie dem
Flamenco oder Ballett sind die Bewegungen von einer festen
Technik abgeleitet, in festen Schrittfolgen choreographisch
eingeschränkt und in ihrer Form konventionell. Der Butoh-Tanz
ist das Gegenteil, er ist weit entfernt von herkömmlichen
Konventionen und Techniken. Butoh ist die Enthüllung der inneren
Wirklichkeit. Er wirkt dem uralten Mißverständnis entgegen,
Wirklichkeit mit Gegenständlichkeit gleichzusetzen. Gerade
eine nicht am Gegenständlichem orientierte Darstellung kann
das Wirkende unmittelbarer erfahrbar machen. Butoh entzieht
sich absichtlich dem Griff der logischen Verständlichkeit.
Dem Butoh-Tänzer ist es egal, was von ihm gedacht wird. Butoh
liefert dem Verstand kein Futter, sondern verwirrt ihn absichtlich,
um ihn auszuschalten oder an ihm vorbei zu kommen. Er kommuniziert
direkt mit den Eingeweiden des Betrachters, indem er die intuitive
Seite aktiviert.
Angst
als Wegweiser
Mein letzter Workshop
nannte sich "Die Anima und das Animalische" und richtete sich
ausschließlich an Frauen. Es ist interessant, wie viel schneller
es in diesem Workshop "zur Sache ging" als in gemischten Gruppen.
Der weibliche Körper scheint wirklich eine viel größere Bereitschaft
zur Unlogik zu haben. Er wird im konventionellen Tanz, wie
zum Beispiel im klassischen Ballett, gerne als luxuriöse Blüte
dargestellt. Sich diesem Bild zu entziehen, ist der erste
Schritt zur intuitiven Urkraft des weiblichen Körpers.
Meine persönliche Stärke
ist Improvisation: Tanz muß aus dem Augenblick heraus entstehen;
er ist das Echo des Augenblicks, das ich in einem flüchtigen
Bild einfange. Butoh-Tanz bedeutet, die innere Welt antworten
zu lassen. Eine innere Welt, die absurd sein kann und grotesk.
Ein Spiegel, der die Angst auftaut. Der Verstand versucht,
die Dinge intellektuell zu erklären, um keine Furcht zu spüren.
Es ist jedoch wichtig, Angst empfinden zu können. Wir leiden
nur unter Angst, wenn wir unfähig sind, mit unseren Ängsten
zu leben. Der Butoh-Tänzer konfrontiert sich mit den Ursprüngen
seiner Ängste. Angst wickelt uns in ein feinmaschiges Netz.
Wir dürfen uns durch dieses Netz nicht lähmen lassen, wir
müssen uns unsere Angst zum Freund machen, dann wird sie zu
unserem Wegweiser.
Das
wilde Tier freilassen
"Solange in unseren Adern
Blut fließt, wird die Observation des eigenen Körpers immer
ins Obskure führen. Wir sind nicht transparent!", sagt Hijikata
und weist auf den tierischen, animalischen, mörderischen Anteil
hin, der in unseren Körpern wohnt. Im Butoh-Tanz geht es nicht
darum, dieses innere Tier zu domestizieren, zu formen, zu
ästhetisieren, sondern es frei zu lassen. Die Beziehung des
Tänzers zu seinem Körper kann man sich vorstellen wie die
eines wilden Tieres und seinem Reiter. Für den Zuschauer sieht
es so aus, als würde der Tänzer just in diesem Moment verrückt
werden, in den Wahnsinn stürzen. Weit und breit kein Reiter
mehr in Sicht, nur ein Tier von unkontrollierter Wildheit.
In Wirklichkeit ist der Reiter natürlich immer noch da - er
tritt eine Weile beiseite, um das Tier durchkommen zu lassen.
Je besser du dein wildes
Tier, das "Mörderische" in dir, kennst, desto lockerer kannst
du die Zügel lassen. Das ist nicht nur im Tanz so, das gilt
auch für das Leben. Ein typischer Amokläufer ist jemand, "der
doch immer so nett, so zurückhaltend war! Unerklärlich! Warum
hat er denn jetzt ausgerechnet seine Frau, seine Oma, den
Gemüsehändler erstochen?!" So ein Mensch hat sein Leben lang
sein inneres Tier zurückgehalten und verleugnet. Wenn die
Bestie dann ausbricht, kann er ihr kaum Einhalt gebieten -
oft weiß er nicht einmal von ihrer Existenz, kennt ihren Namen
nicht.
Jeder Mensch trägt einen
"Mörder" in sich, jeder hat eine wilde, ungezähmte Seite.
Ich halte es für existentiell wichtig, diesen Teil in sich
nicht nur kennenzulernen, sondern auch, sich mit ihm anzufreunden.
Wer mit dieser Energie noch keine Freundschaft geschlossen
hat, kann nicht glaubwürdig behaupten, er liebe sich, denn
er grenzt einen Teil von sich aus. Sich mit den dunklen Seiten
anzufreunden, beugt nicht nur einem Amoklauf vor, es führt
auch zu innerer Ganzheit und Selbstliebe. Jesus sagt: "Liebe
deinen Nächsten wie dich selbst." Ich möchte dem hinzufügen:
"Lerne, dich selbst wirklich zu lieben - und freunde dich
mit deinen Schattenseiten an!"
Tanztherapeutische
Möglichkeiten

Ich benutze meinen Tanz,
der auf dem Butoh aufbaut und den ich "Tanz der Seele" nenne,
zu tanztherapeutischen Zwecken. In der Therapie geht es für
mich nicht darum, Macken zu heilen - sondern mit ihnen leben
zu lernen. Heilung setzt Krankheit voraus. Mir ist es wichtig,
Schattenthemen positiv einzusetzen und ein Selbstverständnis
des eigenen Wesens zu entwickeln. Ich gehe davon aus, daß
jeder Mensch so wie er ist, ganz richtig ist. Die Existenz
hat ihn so gewollt, sonst hätte sie ihn nicht so geformt.
Es gibt also nichts zu verändern. Es gilt nur zu erkennen,
wie man diesen Aspekt der Existenz, den man selbst verkörpert,
optimal zum Einsatz bringt.
Im Butoh durchdringt der
Tänzer den Tanz mit seinem persönlichen Leben, mit seiner
eigenen Erfahrung, er kopiert nicht, er hält sich an keine
Benimmregeln. Er tanzt nicht, sondern "läßt tanzen" und schöpft
daraus seine innere Kraft. Tanzen lassen heißt, sich selbst
erlauben zu leben. "Wer bin ich?" ist eine schwerwiegende
philosophische Frage. "Wie bin ich? Für was setze ich mich
ein?" sind Fragen, die wir praktisch beantworten können, indem
wir uns selbst im Tanz erforschen.
Die meisten Menschen,
die sich in Therapie begeben, stochern in der Vergangenheit
herum, um sich zu beweisen, daß ihnen das Leben übel mitgespielt
hat. Was sie dabei finden, gibt ihnen eine Legitimation dessen,
wie sie sind. Es ist wichtig für das Verstehen des eigenen
Wesens, sich so anzunehmen, wie man ist und Mitgefühl für
das eigene Schicksal zu entwickeln. Das ist aber nur der erste
Schritt, denn es geht nicht nur um die Frage: Wie hat mir
das Leben mitgespielt? Viel wichtiger ist die Frage: Wie spiele
ich dem Leben mit?
Tatsumi Hijikata ermutigte
seine Schüler mit den Worten: "Zerhacke deine Schritte nicht!
Mache einen Riesenschritt! Glaube fest an deine eigene Energie,
die aus deinem Leiden heraus geboren wird und laß dich von
nichts und niemandem beirren!"
Siehe auch www.butoh-tanz.de
und Butoh
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