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Mit Coco Caroline Heinrichs & Astiko Krüger.

Hinübergehen
Seminar zum Thema Sterben
20.-24. November 2019

Wer einmal in liebevoller und aufmerksamer Atmosphäre die Geburt
oder den Tod eines Menschen erlebt hat, der weiß wie sich Mysterium anfühlt.

Jenseits des Beschreibbaren berührt uns etwas, was größer ist als das, was
mit Worten ausgedrückt werden kann.
Unser „Kommen“ und unser „Hinübergehen“, so existenziell nahe es uns allen ist,
bleibt unergründlich und doch ist es unsere Bestimmung.

Junge Eltern bereiten sich heute intensiv auf die Geburt ihrer Kinder vor und
erleben dies als sinnvoll, hilfreich und entspannend.
So ist es mit dem Lebensprozess des Sterbens und dem Mysterium Tod.
Vorbereitung ist möglich.

Im Sterben bleibt nur entspanntes Beobachten.
Das jedem zugängliche Geheimnis liegt darin,  Heim zu kommen bevor der Tod kommt.
Heim kommen bedeutet, wahrnehmen was ist.
Wahrnehmen ist dabei keine Technik, sondern unsere innerste Natur.

In diesen Tagen tauschen wir uns aus und behandeln Inhalte, die praktische Hilfe
sind zu Fragen:

  • Wie gehe ich mit sterbenden Angehörigen um?
  • Was kann ich beitragen zur bestmöglichen Versorgung?
  • Wo beginnt und wo endet meine Verantwortung?
  • Wie geht es mir?
  • Wer bin ich?

Es sterben immer nur die Anderen. Ein Glaubenssatz der bröckelt,  je intensiver wir uns
der Tatsache stellen, dass Geburt und Tod Aspekte unseres Menschseins sind.
Unweigerlich begegnen wir dann unseren inneren Welten.
Ganz bestimmt der Furcht, doch noch sicherer der Liebe.

Bei „Hinübergehen“  lernen wir Begrenzungen zu erkennen, zu akzeptieren und aufzulösen.
Unterstützt wird der Öffnungsprozess durch Übungen aus Salamas Mysterienschule (siehe unten), Meditation und die Begegnung aller Beteiligten.

Und dann das Mysterium:
Stirb in der Meditation und der Liebe bevor du stirbst.
Und du wirst wissen, dass es keinen Tod gibt.

Anmeldung-Infos
 

Ort: Gaiaretreathouse zwischen Eschwege und Kassel
https://www.gaiaretreathouse.com/home-german
Zeit: Mittwoch, 20. November 2019, 18:00 Uhr
bis Sonntag, 24. November 2019. 15:00 Uhr

Seminarkosten: € 360,- Honorar zuzüglich Unterkunft und Verpflegung von € 248,- bis
€ 320,00, je nach Unterbringung.
Bei Buchung vor dem 01. Juli 2019 ermäßigen wir das Honorar auf
310,-.

Anmeldung: Bitte eine E-mail an Coco schicken.Coco Caroline Heinrichs
Am Steimel 5
37218 Gertenbach
fon: 05542 / 50 28 555
mobil: 0173-97 50 852
e-mail: coco@heinrichs-swoboda.de

 

Coco über sich und die Mysterienschule (November 2018):
Die Mysterienschule meiner Mutter Salama Inge Heinrichs wurde von ihr in den frühen 80iger Jahren ins Leben gerufen. Dieses Jahrestraining bestand unter der Leitung von Salama, mir, meiner Schwester Henriette, Christoph Swoboda und zum großen Teil mit Astiko Krüger bis 2004. In den ersten Jahren nannte Salama das Training „Offenbarung“.

Die Mysterienschule war das Aufbautraining auf das damals nur einjährige Jahrestraining Transformation und widmete sich hauptsächlich transpersonellen, transzendentalen und spirituellen Themen.
 
Dieses Training behandelte vor allem folgende Themenbereiche:
Chakraarbeit, Auraarbeit, Hellsehen, Hellfühlen, Intuitionsschule, Meditation, Tantra (Liebe zu Allem) und Astrologie (mit Videya und später Astrid Wichmann).

Salama lag die Mysterienschule besonders am Herzen. Sie legte aber großen Wert darauf, dass die Teilnehmenden erst den intensiven Reinigungs- und Erdungsprozess der Transformation durchlaufen hatten. Sie war sicher, dass die Öffnung in den feinstofflichen Bereich unserer Existenz eine starke Erdung braucht um den Geist nicht in die Irre zu führen.

Die letzte Mysterieschule fand 2004 statt. Salama war über 82 und hatte nicht mehr die Kraft diese Gruppe zu leiten. Keiner von uns damaligen Mitleitern fühlte sich zu jener Zeit berufen und in der Lage ihren Platz einzunehmen. Jetzt nach 14 Jahren intensiver Lernprozesse hat sich das geändert. Astiko und ich eröffnen die Mysterienschule wieder und beginnen mit dem Thema „Hinübergehen“. Wir sind gespannt, was sich noch weiter entwickeln wird.

Mich konfrontiert das Leben immer öfter mit dem „Hinübergehen“ und  meine Meditationspraxis bekommt eine völlig neue und wesentlich tiefere Dimension.

Mein Vater († 2004) starb im Beisein von mir und meiner Schwester in einer Rehaklinik, wo das Personal  nicht auf Sterbende eingestellt war und deshalb vom Sterbeprozess nicht sehr viel Ahnung hatte. Meine Schwester und ich waren damals leider auch noch nicht sehr erfahren. Trotzdem ist alles gut gegangen (!) und ich bin meinem Vater sehr dankbar, dass er auf uns gewartet hat. Es war ein ergreifender und schöner Abschied.

Meine Mutter Salama († 2015), ich, mein Mann, Henriette und Astiko lebten mit weiteren 4 Freunden in einer Hausgemeinschaft. Salama ging friedlich zu Hause in ihrem Bett im Beisein von Henriette und mir. Astiko und ich durften ihr die letzte Waschung geben.  

Den Tod meiner Eltern habe ich als heiligen Moment erlebt und bin beiden über alles dankbar, dass sie sich mir und meiner Schwester Henriette bis zum letzten „Schnaufer“ anvertraut haben.

Allerdings war die Zeit vor dem Hinübergehen meiner Mutter für mich als pflegende Angehörige, die größte Herausforderung meines Lebens. Ich war Betreuerin, Pflegeverwalterin, Pflegekraftbetreuerin, Sekretärin, Pflegerin, Köchin, Putzfrau, Notrufknopf, Mama, Taxi, Sterbebegleiterin und manchmal emotional instabile und genervte Tochter in einem.

Im Nachhinein möchte ich das alles nicht missen. Manches würde ich heute anders machen und manches würde ich früher auf mehrere Schultern verteilen. Dennoch, ich habe unendlich viel über mich, das Leben und Sterben gelernt.

Seit dieser Zeit beschäftige ich mich viel mit Sterben und Meditation. Mir werden die Inhalte der Mysterienschule immer wichtiger. Viele der Übungen aus diesem Themenbereich dienen der Vorbereitung auf unserem letzten Atemzug, dem Hinübergleiten in die Unbegreiflichkeit es Seins, in das „AllEinsSein“, dass wir heute schon erfahren können.
Diese Inhalte zu vermitteln ist mir ein Herzensanliegen geworden.

Danke Mama, danke Papa, danke auch an all die Freunde, die mich an diesem Prozess teilhaben ließen.

Astko über sich und die Mysterienschule (November 2018):
Mitte der 80er Jahre lud Salama mich ein, sie in Ihren Gruppen zu begleiten und zu lernen.
Sie wurde über Jahre meine spirituelle Lehrerin und letztlich Freundin.
Sie hat mich geliebt und ich sie.

Einen Baustein Ihres  damaligen Ausbildungsprogrammes nannte sie „OFFENBARUNG“.
Anfang der 90er wurde daraus „MYSTERIENSCHULE“.

Sie betonte immer wieder, dass ihr die Vermittlung  der feinstofflichen Lerninhalte aus dem Programm der MYSTERIENSCHULE sehr am Herzen liegt.
Es ging um Erfahrungen und Begegnungen, die über die Grenzen des Sinnlichen hinaus die Bereiche des Übersinnlichen berühren und die Teilnehmer öffnen für das MYSTERIUM jenseits des
begrenzenden ICH.

So wichtig wie es sei,  über die Elemente der „TRANSFORMATION“ den Körper zu reinigen,
zu verstehen und  im täglichen Leben bewusster zu werden, so wichtig sei es, das physische und psychische Sensorium zu sensibilisieren.
Mit beiden Füssen auf dem Boden die irdische Realität unserer Menschlichkeit in all ihren Facetten anzunehmen, ist der erste Schritt.
Der nächste Schritt ist kein Tun, sondern Gnade.
Erkenne wer du wirklich bist.

Die „MYSTERIENSCHULE“ bot ein breites Spektrum verschiedenster Übungen aus unterschiedlichen Quellen und Traditionen.
Alle geeignet den Horizont zu erweitern -  im wahrsten Sinne des Wortes.
Nicht weniger wurde gefragt, als Überzeugungen, Meinungen und Ideen über Bord zu werfen.
Nicht weniger wurde offenbar, als SEIN jenseits des ICH.

Viele der angebotenen Inhalte, haben sich mir erst in späteren Jahren erschlossen.
Lernen hört nie auf, sagte Sie immer.
Mir kommt eine Situation in den Sinn, die mich zurückließ wie vom Blitz getroffen.
Einige Wochen vor Ihrem Tod betrat ich leise Ihr Zimmer und wie so oft, saß Sie zusammengesunken in ihrem Sessel, so klein und fragil.
Ganz automatisch fragte ich mich: Lebt sie noch? Und versuchte zu erkennen, ob sie noch atmet.
Plötzlich öffnete sie die Augen, schaute mich glasklar an und sagte laut und vernehmlich:
„ALLES ist loszulassen. Auch GOTT!“
Dann sank sie wieder in sich zusammen.

Salama in ihren letzten Lebensjahren zu erleben und in der Nacht ihres Todes gemeinsam mit Coco und unseren Freunden bei ihr zu sitzen, hat mich tief berührt.
Was bleibt ist Dankbarkeit und Liebe.

Mit Coco gemeinsam die MYSTERIENSCHULE  wieder aufzunehmen,  freut mich von ganzem Herzen.
Und ich kann mir vorstellen:
Salama freut es auch.